Kooperation mit der University at Albany im Bereich Information Security

In Zusammenarbeit mit der "University at Albany – State University of New York" bietet die gsem ein hochaktuelles Graduate Certificate Program in Information Security (GCIS) an. Der leitende Professor, Dr. Sanjay Goel, zählt zu den weltweit führenden Experten in diesem Thema und referierte hierzu bereits vor der OSZE und der Nato.

 Prof. Dr. Sanjay Goel

Von: Dr. Carl Jung

Die gsem erweitert ihr transatlantisches Netzwerk und geht mit der University at Albany, die Teil der State University of New York – SUNY ist, eine Kooperation ein. Die SUNY zählt 64 Campuses und rund 465 000 eingeschriebene Studenten und bildet damit den grössten Universitätsverbund der USA. Die 1844 gegründete University at Albany ist der älteste Campus der SUNY und mit rund 17 000 Studierenden eines der vier so genannten University Centers der SUNY. Zu den neun Schools und Colleges der University at Albany zählen auch das in Nanotechnologie und Mikrotechnologie weltweit führende College of Nanoscale Science and Engineering und die von der AACSB akkreditierte School of Business.

Cyberattacken als reales Risiko

"Der Netzbetrieb und die Kontrollsysteme im Energiesektor werden in steigendem Masse automatisiert. Sie bauen auf Zweiwegkommunikation und sind mit dem Internet oder anderen Computer-Netzwerken verbunden. Während der technische Fortschritt eine wegweisende Modernisierung des Netzes ermöglicht hat, ist dieses durch die steigende Interkonnektivität verletzlicher gegenüber Cyberangriffen geworden", schreiben die beiden US-Kongressabgeordneten Edward J. Markey und Henry A. Waxman in ihrem 2013 erschienen Bericht "Electric Grid Vulnerability". Ihr Bericht macht deutlich, dass diese Verletzlichkeit ein reales Risiko mit sich bringt, wird in den USA das Stromnetz doch täglich einer Vielzahl von Cyberattacken ausgesetzt, was in gravierenden Fällen zu schwerwiegenden Stromausfällen führen könnte.

Schutz gegen Cyber-Kriminalität

Solche Bedrohungsszenarien sind nicht nur auf den Energiesektor beschränkt und haben Prof. Dr. Sanjay Goel, der an School of Business der University at Albany den Lehrstuhl für Information Technology innehat, veranlasst, das so genannte Graduate Certificate in Information Security-Programm (GCIS) zu entwickeln. In diesem Lehrgang werden Instrumente vermittelt, die es den Absolventinnen und Absolventen erlauben, die eigene Firma erfolgreich gegen Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffe zu schützen. Gemäss einer vom Ponemon Institute in Zusammenarbeit mit IBM im Mai 2014 veröffentlichten Studie sind kriminelle Machenschaften der Hauptgrund für Datenverluste, die z.B. bei Firmen in Deutschland im Durchschnitt Kosten von 4,74 Mio $ pro Ereignis verursachen. Der Hauptteil der Kosten beruht dabei auf dem entstandenen Imageverlust und der schwindenden Loyalität der Kunden. Gleichzeitig legt die Studie dar, dass diese Kosten erheblich gesenkt werden können, wenn die Firmen sich rechtzeitig mit einem Incident Response and Crisis Management Plan und einem durchdachten Business Continuity Management wappnen. Und hier sind nicht nur die Techniker sondern vor allem auch die oberen Kader gefragt.

Experten-Manko in Europa

Nach Ansicht von Prof. Goel handelt es sich bei der Cyber Security um einen wachsenden Markt, auf dem sich für die kommenden Jahre ein Mangel an Fachkräften abzeichnet. Diese Aussage wird durch Erhebungen des U.S. Bureau of Labor Statistics untermauert, welche die Information Security als dasjenige Segment des Arbeitsmarktes ausweisen, das in den USA am zweitschnellsten wächst. Dass dieser Trend sich auch in Europa manifestiert, bestätigt Dr. Ina Kayser, Arbeitsmarktexpertin im VDI Verein Deutscher Ingenieure, die nach der Auswertung einer Expertenbefragung resümiert: "Aktuell werden die meisten ITFachkräfte nach wie vor im Bereich Software-Entwicklung gesucht, aber die stark gestiegene Nachfrage nach IT-Sicherheit verdrängt die IT-Anwendungsberatung im Ranking vom zweiten auf den vierten Platz." Es erstaunt somit nicht, wenn eine aktuelle Studie von PwC nachweist, dass die Budgets für Informationssicherheit bei den Firmen weltweit seit 2012 durchschnittlich um satte 51% gestiegen sind.

IT-Ausbildung keine Voraussetzung für die Kursteilnahme

Die stark gestiegene Nachfrage nach Experten im Bereich IT Security hat zu einem erheblichen Mangel an Fachkräften geführt, woraus sich bei einer entsprechenden Aus- oder Weiterbildung gute Aussichten auf dem Stellenmarkt ableiten lassen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass das GCIS-Programm neben technischem Verständnis vor allem sogenannte Business Skills vermittelt. Es richtet sich somit nicht ausschliesslich an IT-Experten oder Software-Entwickler, sondern an Vertreter aller Branchen, die in zunehmendem Masse von komplexen IT-Systemen abhängig werden, wie etwa der Energiesektor, der Finanzsektor, die Industrie, die Telekommunikation, das Gesundheitswesen oder die Beratung. Dies bedeutet auch, dass eine vorgängige Ausbildung zum Informatiker keine Voraussetzung für eine Teilnahme am GCIS-Programm ist. Einen ebenso grossen Mehrwert bietet diese Weiterbildung etwa für Ingenieure, Juristen, Finanzexperten, Unternehmensberater, Psychologen oder Soziologen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit Datensicherheit zu tun haben.

Abschluss an akkreditierter US-Universität

Die gsem freut sich, mit dem GCIS-Programm eine hochwertige Weiterbildung amerikanischen Zuschnitts anbieten zu können, die sich in den USA auf dem Markt durchgesetzt hat und zu einem Abschluss einer angesehenen staatlichen US-Universität führt. Auf die Frage, welches die wichtigsten Konkurrenten für sein Programm seien, antwortet Prof. Goel: "Die grössten Konkurrenten sind die kommerziellen Anbieter, aber diese sind viel teurer, konzentrieren sich jeweils auf ein spezifisches Produkt und haben nicht die Möglichkeit einen Abschluss einer akkreditierten Universität zu verleihen."

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